Nanoversiegelung - Wie funktioniert das?

Hier sehen Sie einen Rotweintropfen auf einer mit Nano versiegelten Oberfläche. Das Bild wurde im Rahmen eines Test von der Oberflächentechnik Preimeß GmbH gemacht, um die den Effekt bestmöglich darstellen zu können. Es zeigt den Rotweintropfen, der nicht in den Untergrund einzieht, sondern an der Oberfläche "abperlt".

Beschreibung: Durch jahrelange Forschung in der Nanotechnologie wurde von Wissenschaftlern das Lotusblüten-Phänomen für jeden nutzbar gemacht und findet heute Anwendung in sog. Nano-Versiegelungen für die verschiedensten Oberflächen. Der Einsatz dieser Versiegelungen bedeutet aber nicht nur eine erhebliche Zeitersparnis, sondern ggf. eine längere Haltbarkeit der versiegelten Oberfläche. Durch die Oberflächenspannung entsteht der sogenannte Abperleffekt der die Tropfen auf einer behandelten Fläche wie Kügelchen ablaufen lässt.

Eine Nanoversiegelung besteht aus 3 Phasen:
In Phase 1 werden Nanopartikel mit den Komponenten, die sich mit der Oberfläche fest verbinden und die Komponenten (die u.a. Wasser abstoßen), aufgetragen.
Zu Beginn des Selbstorganisations-Prozesses (2. Phase), wird die Verbindung der einzelnen Partikel durch glasartige Komponenten, welche der Beschichtung die Härte geben, angeordnet. In der letzten Phase wandern die bindenden Komponenten zur Trägeroberfläche. Es bildet sich während der ausgehärteten Phase eine unsichtbare, dünne und glasartige Schicht (auch Nanoschicht genannt).

Der Einsatzbereich von Nanoversiegelungen ist sehr vielfältig. So werden Materialien, wie Leder, Holz, Stein, Lack, Metall, Glas, Keramik, Natur-oder Kunstfaser uvm. durch eine Nanoversiegelung vor Verschmutzung, Korrosion und Erosion geschützt. Aber nicht nur diese Argumente sprechen für eine Versiegelung. Es gibt eine vielzahl weiterer Argumente, die für eine Nano Versiegelung sprechen. Neben dem Schutz vor Witterung und Kratzer, ist auch die Anwendung (sowohl von der Zeit, als auch von der Handhabung) der Produkte einfach und die Oberflächen sind anschließend sehr pflegeleicht, d.h. man kann sie mühelos reinigen, sofern überhaupt erforderlich Desweiteren wird der Wert des jeweiligen Materials erhalten und gesteigert. Nanoversiegelungen sind lange wirksam und stabil. Zudem sind die Produkte völlig hautneutral, antibakteriell und lebensmittelunbedenklich.

Im Alltag gibt es viele verschiedene Einsatzmöglichkeiten. So findet sie z.B. Anwendung in der Industrie (u.a. Metall, Chromteile, Fenster, Holz, Stein), im KFZ-Bereich (z.B. Felgen, Lack, Scheiben, Sitze, Verdecke von Cabrios), im Bereich der Bootspflege (u.a. Unterschiff, Scheiben, Teppiche, Sitze) und natürlich im Bereich Haus & Garten (Faßaden, Wintergärten, Fußböden, Waschbecken etc.). Oberflächen, die mit Nano behandelt wurden, lassen sich leicht reinigen und die Menge an Reinigungsmitteln nimmt rapide ab und verringert somit die Kosten.

Die Herstellung der Produkt ist kompliziert und somit gibt es aktuell auch nur wenige Hersteller, die diese Produkte nicht nur herstellen, sondern auch vertreiben. Die jeweilige Packungsgröße richten sich dabei nach der Größe der zu behandelnden Oberfläche. So gibt es z.B. im Bereich der Scheibenversiegelung Größen zwischen 50 ml - 1 Liter, im Bereich Holz & Stein sogar Kanister mit bis zu 30 Liter. Für Einsteiger sind besonders Sets empfehlenswert, die gleich mehrere Produkte und dazugehöriges Zubehör, wie z.B. Polier-und Auftragungstücher, enthalten.

Fazit: Wer eine Nanoversiegelung einmal ausprobiert hat, möchte sie nicht mehr missen!